Geschichtlicher Rückblick der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg

In den Jahren zwischen 1927 und 1929 gründeten sich in Wuppertal, Beuthen, München, Berlin, Frankfurt / Main und Speyer erste katholische Pfadfindergruppen. Der Zusammenschluß dieser Gruppen wurde zur Probe am 7. Oktober 1928 in Altenberg in den Katholischen Jungmännerverband aufgenommen. Somit gilt dieses Datum und Ereignis als Gründung des Verbandes. Auf der ersten Reichstagung im Jahre 1930, wurde die vorläufige Bundesordnung, das Pfadfindergesetz, das Lilienbanner und die Tracht (Kluft) beschlossen. Im Juni 1931 wurde die DPSG als gleichwertige und gleichverpflichtende Gliedgemeinschaft in den Jungmännerverband aufgenommen. Im Dezember 1933 gab es bereits 459 Stämme mit über 13000 Mitgliedern, wobei die Arbeit der DPSG bereits spürbar durch die NS-Diktatur behindert wurde. Das Tragen von Bannern, Kluften und Abzeichen wurde 1934 verboten. Man organisierte zwar noch drei Jahre später eine Bundesfahrt nach Finnland, doch die Landesverbände (Diözesanverbände) Münster, Paderborn und Trier wurden noch im gleichen Jahr zwangsweise durch die Gestapo aufgelöst. Das endgültige Verbot erfolgte 1938. Die DPSG benannte sich daraufhin in Gemeinschaft Sankt Georg um und einige Gruppen arbeiteten in der Verbotszeit im Untergrund weiter.

Unmittelbar nach Kriegsende gründeten sich im Jahre 1945 erste Gruppen neu, aber erst im Jahre 1948 durfte sich der Verband wieder DPSG nennen. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern im Ring deutscher Pfadfinderverbünde wurde die DPSG 1950 erstmals von der Weltpfadfinderbewegung anerkannt. In den 50er Jahren stiegen die Mitgliederzahlen sprunghaft an. 1952 - 39000 Mitglieder, 1954 - 51000 und 1959 bereits 66000 Mitglieder.

Auch in unserem Ort wurde nach dem Krieg im Jahre 1950 ein Stamm der DPSG gegründet, dessen Aktivitäten von 1962 - 1981 leider ruhten. Doch dann wurden die Arbeiten im Stamm wieder aufgenommen und bis auf den heutigen Tag mit Leben erfüllt.